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Alles nur gesaugt

Urheberrecht und Musikdownloads

Moderation:
Stephan Benn (intro, tbc)

Es diskutieren:
David Graumüller (Endlos, tbc)
Eberhard Ortland (FU Berlin, tbc)
Markus Beckedahl (Netzpolitik.org)
Raik Hölzl (Kitty-Yo Digital)
Vertreter GVL/GEMA (tbc)

Samstag, 12.5, (Pop Up Messe im Werk II, 14 Uhr

Download Mitschnitt

Wie in vielen anderen Bereichen, wirft die zunehmende Verbreitung des Internets auch bei Musik immer mehr ungeklärte Fragen auf, sorgen gegensätzliche Argumentationen für umfassende Konfusion. Und das nicht mal nur aus dem Blickwinkel des Endverbrauchers. Nehmen wir das Beispiel DRM (Digital Rights Managment): Die Forderungen nach der Abschaffung des Kopierschutzes werden immer lauter. Die Befürchtungen, damit würde der letzte Hinweis auf die Originalität eines Musikfiles verloren gehen aber auch. Ketzerisch könnte man behaupten, spätestens dann wieder im Mittelalter angelangt zu sein, als Buchautoren und Verleger nur einen wortreichen Fluch gegen unerwünschte Vervielfältigungen in petto hatten.
Am Ende sind wir natürlich eigentlich schon lange genau dort angelangt, denn es gibt zweifellos keinen Schutz- oder Lizensierungsmechanismus, der nicht mit Hilfe des Internets aufgehoben werden kann. Während manch einer seinen Kopf in den Verbotssand steckt und mit immer härteren Strafen droht, diskutieren andere über Alternativen. Denn die Freiheit des Internets bedeutet – wie nicht nur am viel zitierten Beispiel der Arctic Monkeys zu sehen – eben auch Chancen. Nur, wie lassen sich die nutzen ohne das geistige Eigentum des Künstlers ad absurdum zu führen oder die Rechte des Musikendverbrauchers auf legal erworbene Tonträger noch weiter einzuschränken? (Pop Up und INTRO wollen auf diesem Forum darüber mit Labels, der Verwertungsgesellschaft, Künstlern und Veranstaltern diskutieren.