popuparchiv_header_16
  • Suche

Leipzig 2.0: Brot und Spiele

Kreativwirtschaft als Standortchance

Moderation:
Mark Daniel (LVZ)

Es diskutieren:
Dr. Bastian Lange (Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig)
Jan Hartmann (Designers.Open)
Jörn Drewes (Ilses Erika)
Sebastian Lange (Popbeauftragter Stadt Mannheim)
Susanne Kucharski-Huniat (Leiterin Kulturamt Stadt Leipzig)

Donnerstag, 10.5., LVZ Kuppelsaal, 19 Uhr

Die Trendwende sei geschafft, heißt es allerorten in den Wirtschaftsmedien. Schön. Reden wir also wieder über Zukunft? Wir müssen! Denn auf kommunaler Ebene hält die frustrierte Erbsenzählerei weiterhin an. Die großen Leuchturmbatzen von beispielsweise Autoindustrie und Transportriesen sind mehrheitlich verteilt, der Konkurrenzkampf um alternative Branchen nimmt immer stärker zu. Neue, zukunftsorientierte Arbeitsbereiche benötigen auch junge, gebildete, kreative Menschen, die sich vom Arbeiten und Leben in einer Kommune begeistern müssen. Die demografische Entwicklung einer Stadt ist hier also auch ein Schlüssel zum Erfolg.
Die Frage dabei ist: Wie lassen sich jene Menschen vom Leben und Arbeiten in einer bestimmten Stadt begeistern? Welche Standortfaktoren sind für Agenturen, Veranstalter, Designer, Grafiker, Musiker und andere Vertreter der so genannten Kreativwirtschaft von Bedeutung? Kriterien wie “Lebensqualität für junge Menschen”, “Günstige Bedingungen für kreative Berufe” und die “Außenwirkung als moderner Standort” mögen auch den Ausschlag für eine Entscheidung geben.
Im bundesweiten Vergleich der Kommunen werden die genannten Kriterien z. B. im Bereich Stadtmarketing aber sehr unterschiedlich eingestuft. Während einige Städte sich gezielt auch als moderne, kreative und jugendliche Standorte präsentieren, manch einer sogar dabei mit dem Begriff „Pop“ zu punkten versucht, setzen andere ihre Image-Prioritäten zumindest in der Praxis gänzlich anders, bauen fast ausschließlich auf eine historische kulturelle Bedeutung der Stadt oder interpretieren wertfreie Spaßevents als Argument für hohe „Lebensqualität“. (Pop Up und die Leipziger Volkszeitung wollen auf diesem Forum über jene unterschiedlichen Konzepte und ihre Zukunftsaussichten mit Vertretern der Kommunen und der Kreativwirtschaft diskutieren.