{"id":7,"date":"2009-11-13T09:37:14","date_gmt":"2009-11-13T08:37:14","guid":{"rendered":"http:\/\/test2010.leipzig-popup.de\/?page_id=7"},"modified":"2011-01-29T11:04:34","modified_gmt":"2011-01-29T10:04:34","slug":"grundsatze","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=7","title":{"rendered":"Grunds\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>Die Pop Up ist eine Musikmesse mit angeschlossenem Musikfestival und begleitenden Foren und Workshops f\u00fcr unabh\u00e4nginge Popkultur. <\/p>\n<p>Darunter verstehen wir popkulturelle Arbeit, die sich vorwiegend an k\u00fcnstlerischen, \u00e4sthetischen und inhaltlichen Aspekten orientiert und f\u00fcr die kommerzielle Interessen nachrangig sind. Hier geht es um Unabh\u00e4ngigkeit von Erwartungen, seien sie vom Markt oder vom Publikum gestellt. Doch jede Unabh\u00e4ngigkeit innerhalb einer Gesellschaft ist \u00e4u\u00dferst relativ. Bestehende Abh\u00e4ngigkeiten, seien sie wirtschaftlich oder sozial, zu ignorieren ist \u00e4u\u00dferst naiv. Unabh\u00e4ngigkeit kann vielmehr nur bedeuten, sich zu einer Gesellschaft ins Verh\u00e4ltnis zu setzen und eigene Ma\u00dfst\u00e4be zu entwickeln. <\/p>\n<p>Es geht bei der Pop Up in erster Linie um Musik und ihre MacherInnen. F\u00fcr uns ist Musik Selbstzweck, nicht Mittel zum Zweck. Eigenst\u00e4ndigkeit ist eine notwendige, allerdings keine hinreichende Bedingung f\u00fcr neue und interessante Musik bzw. Popkultur. Daher richtet sich die Pop Up an die Menschen, die Wert auf solche Ma\u00dfst\u00e4be legen. Aus diesem Verst\u00e4ndnis leitet sich das dreigeteilte Konzept der Pop Up, Messe &#8211; Forum &#8211; Musik, ab. <\/p>\n<p>Messe: Die Pop Up bietet MacherInnen eine Plattform um sich mit Gleichgesinnten zu treffen und zu vernetzen und sich Interessierten vorzustellen. Ein Grundgedanke der Messe ist es jedem, der in diesem Bereich t\u00e4tig ist, eine Chance zu geben, sich zu pr\u00e4sentieren. Daher betreibt die Pop Up eine konsequente Niedrigpreispolitik &#8211; sowohl f\u00fcr TeilnehmerInnen als auch f\u00fcr das Publikum. Auf der Pop Up wird unter anderem Akteuren eine Nische geboten, die unter den erschwerten Bedingungen des Musikmarktes kaum eine \u00dcberlebenschance haben. Doch die Pop Up will nicht nur Plattform sein, sondern auch versuchen, selbst Impulse f\u00fcr die Branche zu setzen. <\/p>\n<p>Forum: Ziel der Pop Up Foren ist es, die gesellschaftlichen Implikationen der Popkultur herauszustellen, denn eine der Bedingungen von Unabh\u00e4ngigkeit ist die Reflektion auf bestehende Verh\u00e4ltnisse. So sollen aktuelle Themen und Trends kritisch hinterfragt werden und die Diskussion \u00fcber die Foren selbst hinaus angeregt werden. Die Foren sind bewusst ergebnisoffen gehalten und mit Vertretern vielf\u00e4ltiger Meinungen besetzt. Wir m\u00f6chten jedem eine unabh\u00e4ngige Meinungsbildung erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>Musik: Diesem Gedanken folgt auch das Clubfestival, bei dem auch unbekannten und wenig etablierten Bands die M\u00f6glichkeit gegeben wird, sich einem interessierten Publikum zu pr\u00e4sentieren &#8211; auf der Pop Up ist jede Band Headliner. Umgekehrt k\u00f6nnen Musikfans Konzerte von Bands erleben, die sie wahrscheinlich nicht im Radio h\u00f6ren werden &#8211; und das zu niedrigen Preisen. Hier kann es nicht darum gehen, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern nach \u00e4sthetischen und inhaltlichen Gesichtspunkten eigene Zeichen zu setzen. F\u00fcr uns z\u00e4hlt Qualit\u00e4t. Kurz: Gebucht wird nur, wohinter wir stehen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Pop Up ist bei allem Idealismus auch wirtschaftlichen Zw\u00e4ngen unterworfen. Um die finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit m\u00f6glichst gro\u00df zu halten, arbeiten die Organisatoren und die zahlreichen Helfer auf der Messe auf ehrenamtlicher Basis und ohne Bezahlung. Ohne dieses Engagement w\u00e4re die Veranstaltung undenkbar. <\/p>\n<p>Die Auswahl der Sponsoren und F\u00f6rdermittelgeber wird am Einzelfall diskutiert. Ziel ist es, Unterst\u00fctzer zu finden, die zu uns und unseren Zielen passen, und gemeinsam mit ihnen ein Konzept zu erarbeiten, das sich in die Veranstaltung einpasst und beiden Seiten dient. Durch diese Zusammenarbeit kann die Niedrigpreispolitik f\u00fcr Aussteller und Besucher beibehalten werden. F\u00f6rdermittel werden nicht f\u00fcr den laufenden Betrieb sondern ausschlie\u00dflich projektbezogen f\u00fcr die Veranstaltung beantragt. Eventuell erwirtschaftete Gewinne flie\u00dfen ohne Abstriche in Pop Up-Veranstaltungen zur\u00fcck. Die Pop Up agiert nicht profitorientiert! <\/p>\n<p>Die Pop Up wird von der Begeisterung f\u00fcr eigenst\u00e4ndige und -willige, sprich: f\u00fcr gute Musik getragen. Nicht nur von den VeranstalternInnen, sondern auch von den AusstellerInnen, den zahlreichen HelferInnen und nicht zuletzt dem Publikum.<\/p>\n<p>Und um es in aller Deutlichkeit nochmal gesagt zu haben: Diskriminierung, Faschismus, Nationalismus etc. haben auf der Pop Up nichts verloren! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pop Up ist eine Musikmesse mit angeschlossenem Musikfestival und begleitenden Foren und Workshops f\u00fcr unabh\u00e4nginge Popkultur. Darunter verstehen wir popkulturelle Arbeit, die sich vorwiegend an k\u00fcnstlerischen, \u00e4sthetischen und inhaltlichen Aspekten orientiert und f\u00fcr die kommerzielle Interessen nachrangig sind. Hier geht es um Unabh\u00e4ngigkeit von Erwartungen, seien sie vom Markt oder vom Publikum gestellt. 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