{"id":574,"date":"2010-04-15T11:08:18","date_gmt":"2010-04-15T10:08:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.leipzig-popup.de\/?page_id=574"},"modified":"2016-03-04T18:21:14","modified_gmt":"2016-03-04T17:21:14","slug":"pop-up-couch","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=574","title":{"rendered":"Couch"},"content":{"rendered":"<p><b>Schlag auf Schlag &#8211; Die (Pop Up Couch<\/b><br \/>\n<i>Samstag, (Pop Up Couch in der Messehalle<\/i><br \/>\nWir wissen nicht, wer als erstes \u201eAdriaaaan\u201c von der (Pop Up Couch rufen wird. Im Geiste mag uns dieser ber\u00fchmt gewordene, weil hochgradig mit Nasenblut verschmierte Urschrei von Silvester Stallone aus der Ringmitte des ersten \u201eRocky\u201c-Celluloids aber wohl bei jedem der vier Prominenten-Gespr\u00e4che begleiten. Denn die (Pop Up Couch steht in diesem Jahr nicht nur in der Mitte der Messehalle, sondern auch noch in einem Boxring. Man k\u00f6nnte sich nun fragen, warum wir eine solch&#8216; martialische Plattform als B\u00fchne gew\u00e4hlt haben? Ganz einfach, weil in einem Boxring ansonsten viel zu wenig gesprochen wird und weil wir dem Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen unserer Couch-Moderatoren Stefanie Lohaus, Jensor und Axel Rahmlow optisch Zunder geben wollten. Nun ja, das ist zugegebener Ma\u00dfen ganz sch\u00f6n geflunkert. Tats\u00e4chlich sa\u00dfen wir in einer launigen (Pop Up Runde zusammen und stellten fest: Lars Lewerenz geh\u00f6rt mal so richtig in die Seile, Mona Steinwidder alias Mohna hat Kondition f\u00fcr volle zw\u00f6lf Runden, die Punching-Qualit\u00e4ten von Carol von Rautenkranz brauchen einen Praxistest und Shain Shapiro ist bekanntlich der kleine Bruder von Lennox Lewis. <\/p>\n<p><i>12.30 Uhr: Axel Rahmlow (Journalist) fragt Shain Shapiro (Canadian Independent Music Association)<\/i><br \/>\n<b>Shain Shapiro <\/b>ist UK- und Europa-Manager der Canadian Independent Music Association, mit \u00fcber 170 Mitgliedern Kanadas gr\u00f6\u00dfter Musikwirtschaftsverband. Er unterst\u00fctzt die Export-Aktivit\u00e4ten kanadischer Labels ins Ausland ebenso, wie er als Partner europ\u00e4ischen Firmen und ihren Aktivit\u00e4ten in Kanada zur Seite steht. www.canadianblast.com ist das Portal f\u00fcr alle Infos, die es dazu ben\u00f6tigt. Shain schreibt au\u00dferdem f\u00fcr Musik- und Entertainment-Magazine und war Promoter f\u00fcr die renommierten Independent-Labels One Little Indian and FatCat Records. Er lebt in London. <\/p>\n<p><i>14.30 Uhr: Missy Magazin pr\u00e4sentiert: Stefanie Lohaus (Missy Magazine) fragt Mohna (Musikerin)<\/i><br \/>\n<b>Mohna<\/b> ist Musikerin und K\u00fcnstlerin. Im Zentrum ihrer Musik stehen ihre m\u00e4dchenhaft-br\u00fcchige Stimme und ein Klavier, das die Hamburgerin mit unverstellter Einfachheit bedient. Neben ihren Soloaktivit\u00e4ten ist sie vor allem als Keyboarderin und S\u00e4ngerin der Hamburger Indietronic-Band Me Succeeds t\u00e4tig. Es mag Mohnas eigene Arbeit als bildende K\u00fcnstlerin sein, die ihr die F\u00e4higkeit zum wachen Blick erhalten hat.<\/p>\n<p><i>16.30 Uhr: Jensor (PNG) fragt Carol von Rautenkranz (Golden Gate Management)<\/i><br \/>\n<b>Carol von Rautenkranz<\/b> ist eine der zentralen Pers\u00f6nlichkeiten der deutschen, insbesondere der Independent-Musikszene. Nachdem er fast 20 Jahre die legend\u00e4re Lado Musik GmbH mit den Labels L&#8217;age D&#8217;or, ladomat 2000 und lado sowie den Gold Musikverlag geleitet hat, arbeitet er seit 2008 beim Golden Gate Management, das er bereits 2002 mit seinem Partner Oliver Kolb gr\u00fcndete. Golden Gate ist Management-Agentur, Musikverlag und Vermittlungsagentur f\u00fcr Filmmusik gleicherma\u00dfen. Sie betreuen und vermitteln Produzenten, Mixer, Remixer, Recording- und Mix Engineers, Arrangeure, Musiker und Songschreiber sowie Tonstudios f\u00fcr alle Bereiche zeitgen\u00f6ssischer Musikkultur.<\/p>\n<p><i>18.30 Uhr: Jensor (PNG) fragt Lars Lewerenz (Audiolith Rec.)<\/i><br \/>\n<b>Lars Lewerenz <\/b>ist langj\u00e4hriger gern gesehener Stammgast der (Pop Up und Kopf des Labels Audiolith, das mit K\u00fcnstlern wie Bratze, Frittenbude, Der Tante Renate, ClickClickDecker oder Egotronic seit Jahr und Tag schwer angesagt ist. Musikalisch reicht das Spektrum von Elektropunk \u00fcber Rave bis zu Indie. An der deutlichen Punk- und DIY-Einstellung hat sich seit der Gr\u00fcndung 2003 nichts ge\u00e4ndert. <\/p>\n<h2>So war&#8217;s<\/h2>\n<p>(Pop up Couch: 13:30 \u2013 14:00 Uhr, Axel Rahmlow (Journalist) fragt Shain Shapiro (Canadian Independent Music Association)<br \/>\n<strong>Sonderweg Kanada: Staatliche Promotion f\u00fcr Indie-Labels<\/strong><\/p>\n<p>Schon fr\u00fch habe Kanada das gro\u00dfe (auch wirtschaftliche) Potenzial im Indie-Bereich erkannt und die gezielte F\u00f6rderung der Branche mit der Canadian Independent Music Association (CIMA) fest institutionalisiert: heute seien mehr als 85 % der kanadischen Labels dort Mitglied, Tendenz steigend. Hauptziel von CIMA ist es einerseits, die Indie-Branche in Kanada selbst zu unterst\u00fctzen, so Shapiro, sowie andererseits, kanadische Indie-Musik im Ausland  zu promoten und ausl\u00e4ndischen Musikern zu helfen, in Kanada Fuss zu fassen.<br \/>\nH\u00e4ufig m\u00fcsse er Bands allerdings \u00fcberhaupt erst klar machen, dass musikalischer und wirtschaftlicher Erfolg harte Arbeit seien, sagte Shapiro. Viele Musiker m\u00fcssten erst daf\u00fcr sensibilisiert werden, dass nur wer, klar sagen k\u00f6nne, was er will und was er kann und sich dabei an die richtigen Adressaten wende, eine Chance habe &#8211; alles andere sei Zeitverschwendung f\u00fcr beide Seiten.<br \/>\nDie \u00fcber 170 CIMA-Mitglieder w\u00e4hlen j\u00e4hrlich einen Vorstand, der die verschiedenen Musikrichtungen m\u00f6glichst breit repr\u00e4sentiert. Trotz der Finanzierung durch den staatlichen Canadian Music Founds arbeitet CIMA weitgehend unabh\u00e4ngig, muss allerdings regelm\u00e4\u00dfig Rechenschaft \u00fcber die verschiedenen Aktivit\u00e4ten ablegen. Mehr Informationen: www.canadianblast.com und www.cimamusic.ca<\/p>\n<p>(Pop up Couch: 16:30 \u2013 17:00 Uhr, Axel Rahmlow (Journalist) fragt Carol von Rautenkranz (Golden Gate Management)<br \/>\n<strong>\u201eJetzt sind wir am Tor der Welt\u201c &#8211;  Vom Erfolg einer Schnapsidee<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal, erz\u00e4hlt Carlo von Rautenkranz von Golden Gate Management, sei das Kribbeln schon noch da, auch mal wieder selbst eine Band zu produzieren, aber \u201eman muss realistisch sein und das tun, was man auch machen kann.\u201c Und realistisch gesehen passe \u201eein Label wie L\u2019Age d\u2019Or \u2026 nicht mehr in die Zeit. F\u00fcr so etwas ist das Geld nicht mehr da und auch die K\u00e4ufer nicht, das w\u00fcrde heute nicht mehr funktionieren.\u201c Aus diesem Grund gr\u00fcndete von Rautenkranz nach einem gem\u00fctlichen Abend im Jahr 2002 mit seinem Gesch\u00e4ftspartner Oliver Kolb die Agentur Golden Gate Management, die versuche, vor allem \u201edie richtigen Leute zusammenzubringen\u201c und Kontakte zwischen Musikern, Produzenten, Arrangeuren, Songschreibern oder auch Anw\u00e4lten herzustellen und so die \u201eBasis f\u00fcr eine gute Musikkultur zu schaffen\u201c. Hier gebe es h\u00e4ufig gro\u00dfen Vermittlungsbedarf, weil die Branche oft stark von Konkurrenz und Intransparenz gepr\u00e4gt sei.<br \/>\nMit diesem Modell scheinen von Rautenkranz und Kolb Erfolg zu haben, denn inzwischen hat Golden Gate Management seine B\u00fcros  nicht mehr wie Lado in gem\u00fctlichen Hamburg-Altona sondern in der schicken Hafencity \u2013 am \u201eTor der Welt eben\u201c.<\/p>\n<p>Pop up Couch: 13:30 \u2013 14:00 Uhr, Axel Rahmlow (Journalist) fragt Lars Lewerenz (Audiolith Rec.)<br \/>\n<strong>Gegen Rechts hei\u00dft noch lange nicht antideutsch<\/strong><\/p>\n<p>Seit seinem Bestehen engagiert sich das Label Audiolith gegen Nazis und rechte Gewalt und nimmt \u2013 wie k\u00fcrzlich in Dresden \u2013 an Antinazidemos teil, erz\u00e4hlte Label-Gr\u00fcnder Lewerenz auf der (Pop up \u2013 Couch. Dass das Label wegen dieser Haltung h\u00e4ufig als anti-deutsch abgestempelt werde, sei aber v\u00f6lliger Unsinn. \u201eMan muss rechten Tendenzen einfach etwas entgegensetzen\u201c so Lewerenz, und das sei auch einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die viert\u00e4gige \u201eDorfdisko Geiselfahrt\u201c-Tour den Bands Frittenbude, Bratze und Egotronic durch die deutsche Provinz gewesen. In den gro\u00dfen St\u00e4dten sei das Publikum geradezu \u00fcbers\u00e4ttigt, in Kleinst\u00e4dten dagegen reagierten die Leute viel begeisterter und dankbarer, weil dort \u201esonst nie was los sei\u201c. Dabei ist es Lewerenz wichtig, \u201esich nicht im Backstage zu verkriechen, sondern mit den Leuten zusammen zu feiern und zu h\u00f6ren, was die f\u00fcr Probleme haben.\u201c Dieses unmittelbare Feedback sei letztlich auch der Hauptgrund daf\u00fcr, dass Audiolith mit dem weitermache, was es bisher tue.<br \/>\nAuch wenn Audiolith sich programmatisch treu bleiben werde, sei klar, dass es sich ver\u00e4ndern m\u00fcsse: \u201eIn den letzten sieben Jahren hat Audiolith so viele Ver\u00e4nderungen durchgemacht, dass ich mir sicher bin, dass es auch in n\u00e4chster Zukunft weitere Ver\u00e4nderungen geben wird. Das muss auch so sein, wenn Audiolith innovativ bleiben will.\u201c Hier liege eine gro\u00dfe St\u00e4rke der kleinen Indielabels, meint Lewerenz: Gerade weil sie so klein seien, k\u00f6nnten sie wesentlich schneller und flexibler als die Majors auf \u00e4u\u00dferer Ver\u00e4nderungen reagieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlag auf Schlag &#8211; Die (Pop Up Couch Samstag, (Pop Up Couch in der Messehalle Wir wissen nicht, wer als erstes \u201eAdriaaaan\u201c von der (Pop Up Couch rufen wird. Im Geiste mag uns dieser ber\u00fchmt gewordene, weil hochgradig mit Nasenblut verschmierte Urschrei von Silvester Stallone aus der Ringmitte des ersten \u201eRocky\u201c-Celluloids aber wohl bei jedem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":591,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/574"}],"collection":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=574"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/574\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1523,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/574\/revisions\/1523"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/591"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}