{"id":1589,"date":"2016-03-04T21:41:50","date_gmt":"2016-03-04T20:41:50","guid":{"rendered":"http:\/\/s521445719.online.de\/leipzig-popup\/?page_id=1589"},"modified":"2016-03-04T21:41:50","modified_gmt":"2016-03-04T20:41:50","slug":"palim-palim-%e2%80%93-plemm-plemm","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=1589","title":{"rendered":"Palim-Palim \u2013 Plemm-Plemm?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Viel L\u00e4rm umd Nichts<br \/>\nPopkritik ist tot, es lebe die Popkritik!<\/strong><\/p>\n<p>Moderation:<br \/>\nMatthias Puppe ((Pop Up), Thyra Veyder-Malberg ((Pop Up, KREUZER)<\/p>\n<p>Es diskutieren:<br \/>\nGunnar Otte (Universit\u00e4t Leipzig)<br \/>\nMax Dax (Spex)<br \/>\nStephan Rath (Medienberater Tocotronic, tbc)<br \/>\nTom Weber (Persona Non Grata)<\/p>\n<p>Samstag, 12.5., (Pop Up Messe im Werk II, 16 Uhr<\/p>\n<p><a href='stuff\/2007\/panelmitschnitte\/popup2007_forum_palim.mp3' Target='_blank'>Download Mitschnitt<\/a><\/p>\n<p>Es geht um Inhalte! Zumindest behaupten wir das hartn\u00e4ckig \u2013 aber stimmt das denn?  Derzeit h\u00e4ufen sich die Klagen, dass es zwischen Pop und relevanten gesellschaftlichen Themen immer weniger Ber\u00fchrungspunkte gibt und sich Beliebigkeit ausgebreitet hat. Und in der Tat: Die Castingshows voller Nullen in jeder Hinsicht boomen und Bands vom Typ Julimondrevolverhelden, verbreiten zwar nur Belanglosigkeiten, verkaufen sich aber trotzdem \u2013 oder gerade deswegen? \u2013 wie geschnitten Brot.<br \/>\nDoch vor allem die Rezeption von Pop hat sich sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert: Im Fernsehen ist neue, interessante Musik schon seit der Abschaffung von Viva2 nicht mehr vertreten, inzwischen haben die Musiksender fast v\u00f6llig aufgeh\u00f6rt Musik zu spielen, geschweige denn, dar\u00fcber zu sprechen. Stattdessen d\u00fcrfen wir Hugh Hefners Gespielinnen sehen, und schlimmer: h\u00f6ren. Und auch in den Magazinen bereitet sich zusehends Belanglosigkeit aus. Kaum ein kritischer Artikel, daf\u00fcr aber haufenweise verzichtbare Modestrecken. Und auch die Rezensionen sind meist eher Werbung als Auseinandersetzung. Selbst wenn ein K\u00fcnstler sich mit gesellschaftlichen Themen verarbeitet oder sich auf andere K\u00fcnstler bezieht, ist davon selten etwas zu lesen.<br \/>\nDie Popkritik scheint nach langer schwerer Krankheit gestorben zu sein. Das ist nicht nur beklagenswert, da sie in letzter Zeit  ohnehin nur noch sich selbst, nicht aber ihren Gegenstand besprach. Auch Web 2.0 brachte keine Erl\u00f6sung f\u00fcr den gepeinigten Musikfan: In den Blogs kann man kluge S\u00e4tze \u00fcber Musik und ihre gesellschaftliche Relevanz mit der Lupe suchen. So weit die \u2013 zugegebenerma\u00dfen gef\u00fchlten \u2013 Ver\u00e4nderungen der letzten Zeit.<br \/>\nPop kann nicht ohne die Gesellschaft, bzw. die Teile, die ihn hervorbringen betrachtet werden.  Nachdem er so schnelllebig ist, kann er Trends und gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen schneller widerspiegeln als andere Ausdrucksformen. Das ist ja gerade das Sch\u00f6ne und Interessante daran. Was aber sagt es uns, wenn nichts mehr gesagt wird?<br \/>\nIst die These vom Pop als Stilprotest noch haltbar? Ist Popmusik zum austauschbaren Lifestyleprodukt zwischen Handys und Klamotten verkommen? Werden gesellschaftliche Themen nur anderswo oder gar nicht mehr reflektiert? Und vor allem: Was l\u00e4uft schief in unserer Gesellschaft, dass David Hasselhoff ausgerechnet in Deutschland so viele Platten verkauft?<br \/>\nWill man das alles wirklich wissen? Egal. Wir fragen trotzdem nach, und zwar bei illustren G\u00e4sten. Die Antworten kann man ja dann zur Not verdr\u00e4ngen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viel L\u00e4rm umd Nichts Popkritik ist tot, es lebe die Popkritik! 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