{"id":1504,"date":"2016-03-04T17:49:53","date_gmt":"2016-03-04T16:49:53","guid":{"rendered":"http:\/\/s521445719.online.de\/leipzig-popup\/?page_id=1504"},"modified":"2016-03-04T17:51:29","modified_gmt":"2016-03-04T16:51:29","slug":"alles-so-schon-bunt-hier","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=1504","title":{"rendered":"Alles so sch\u00f6n bunt hier"},"content":{"rendered":"<p><strong>Musikvideos nach dem Tod des Musikfernsehens<\/strong><br \/>\nZeit und Ort: 16. Mai 2009, 11.30 Uhr im Volkspalast, Westfl\u00fcgel<br \/>\nmit: Massuda Kassem (Regisseurin) Andreas Dorau (K\u00fcnstler), Uwe Viehmann (Hobnox), Tobias Trosse (Putpat), Prof. Dr. Christoph Jacke (Kulturwissenschaftler Universit\u00e4t Paderborn)<\/p>\n<p><a href='stuff\/2009\/panelmitschnitte\/popup2009_panel_musikvideos.mp3' Target='_blank'>Download Mitschnitt<\/a><\/p>\n<p>Musikvideos nach dem Tod des Musikfernsehens Das Visuelle wird die physischen Tontr\u00e4ger ersetzen Leipzig &#8211; Wie haben sich Musikvideos ver\u00e4ndert seit die Budgets geschrumpft, die technischen M\u00f6glichkeiten vielf\u00e4ltiger und damit die Verbreitungskan\u00e4le andere geworden sind? Und wie steht es vor diesem Hintergrund um die \u00dcberlebenschancen des Musikvideos? Im Rahmen der (Pop Up haben sich Vertreter aus Produktion, Plattformbetreiber und Wissenschaft auseinandergesetzt. <\/p>\n<p>Musik und Fernsehen &#8211; zwei M\u00e4rkte, die es in den letzten Jahren kn\u00fcppelhart getroffen hat. &#8222;Aber Fernsehen ist nicht tot&#8220;, so Tobias Trosse, der im Moment mit dem Aufbau des neuen Musikfernsehens Putpat befasst ist, einer Mischung aus MTV und last.fm. &#8222;Es wird soviel Fernsehen konsumiert, wie seit langem nicht mehr.&#8220; Das Problem seien die erg\u00e4nzenden Angebote im Internet. &#8222;Der gro\u00dfe Fluch von YouTube ist, dass es da alles gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Auf YouTube gebe es eine riesige Szene von Mashup-Videomachern, denen Copyright v\u00f6llig egal ist. &#8222;Wenn man das sieht, wei\u00df man, wohin der Hase l\u00e4uft&#8220;, so Stefan M\u00fcller, freier Journalist und Moderator bei byte.fm. &#8222;Eine kreative Idee reicht um \u00fcber Internet-Plattformen ein weltweites Publikum zu erreichen &#8211; und das kostenlos.&#8220; <\/p>\n<p>Massuda Kassem, Musikvideo-Produzentin bei Mutter &#038; Vater Filmproduktion, hat keine Angst vor dieser Konkurrenz. &#8222;Wir haben Budgets von zwei- bis siebzigtausend Euro zur Verf\u00fcgung. Der Anspruch reicht vom Musikvideo als Promotool bis zum Kunstprodukt&#8220;. In den letzten Jahren gingen die Budgets nach unten, seit einiger Zeit habe sich das Level aber wieder stabilisiert. &#8222;Es gibt vereinzelt auch wieder gr\u00f6\u00dfere Budgets&#8220;, so Kassem.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Christoph Jacke, Kulturwissenschaftler f\u00fcr popul\u00e4re Musik und Medien, stellt fest: &#8222;Musikfernsehen ist Jugendfernsehen geworden und hat sich deutlich von der Musikspezifikation entfernt. Die Kunst-Kommerzfrage findet auf allen neuen Plattformen wieder neu statt, allerdings wesentlich ausdifferenzierter.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es ist aber nicht einfach, Fernsehen im Internet nachzustellen, denn es ist ja alles extrem teuer&#8220;, wei\u00df Uwe Viehmann von der Online-Plattform Hobnox aus Erfahrung zu berichten. F\u00fcr die Ausstrahlung aufw\u00e4ndig produzierter Videos im Internet halten viele die Hand auf: GEMA, K\u00fcnstler, Produzenten. Da die User noch nicht bereit sind f\u00fcr Online-Content zu bezahlen, bleibt f\u00fcr die Finanzierung nur die werbetreibende Wirtschaft. Doch die zweifele an den Reichweiten der Neuen Medien und halte sich dementsprechend zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Aber das Musikvideo und spezifische fernseh\u00e4hnliche Angebote haben grunds\u00e4tzlich gute Aussichten: Mit dem Verschwinden physischer Tontr\u00e4ger, ersetzt das Visuelle zuk\u00fcnftig die Haptik. Und das nicht nur in Form des klassischen Musikvideos. K\u00fcnstler werden durch ihr ganzes Leben begleitet &#8211; in Bild und Ton. &#8222;Und diese st\u00e4ndige Berichterstattung ist vielleicht das Plattencover, an das wir uns fr\u00fcher gekuschelt haben&#8220;, prognostiziert Viehmann. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musikvideos nach dem Tod des Musikfernsehens Zeit und Ort: 16. Mai 2009, 11.30 Uhr im Volkspalast, Westfl\u00fcgel mit: Massuda Kassem (Regisseurin) Andreas Dorau (K\u00fcnstler), Uwe Viehmann (Hobnox), Tobias Trosse (Putpat), Prof. Dr. Christoph Jacke (Kulturwissenschaftler Universit\u00e4t Paderborn) Download Mitschnitt Musikvideos nach dem Tod des Musikfernsehens Das Visuelle wird die physischen Tontr\u00e4ger ersetzen Leipzig &#8211; Wie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1484,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1504"}],"collection":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1504"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1504\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1509,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1504\/revisions\/1509"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1484"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/leipzig-popup.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}