{"id":1502,"date":"2016-03-04T17:47:41","date_gmt":"2016-03-04T16:47:41","guid":{"rendered":"http:\/\/s521445719.online.de\/leipzig-popup\/?page_id=1502"},"modified":"2016-03-04T17:50:51","modified_gmt":"2016-03-04T16:50:51","slug":"wann-ist-die-gema-sinnvoll","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=1502","title":{"rendered":"Wann ist die GEMA sinnvoll?"},"content":{"rendered":"<p>Musik-Verg\u00fctung und Rechtesicherung<br \/>\nZeit und Ort: 16. Mai 2009, 13 Uhr, Volkspalast, Westfl\u00fcgel<br \/>\nmit: Andreas Knauf (Rechtsanwalt), Frank Dostal (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates GEMA), Frank K\u00fchl (Smarten-Up! Musikverlag) und einer Einf\u00fchrung von Peter James (stellv. Vorsitzender VUT)<\/p>\n<p><a href='stuff\/2009\/panelmitschnitte\/popup2009_panel_gema.mp3' Target='_blank'>Download Mitschnitt<\/a><\/p>\n<p>Eine Mitgliedschaft in der GEMA will gut \u00fcberlegt sein. &#8222;Wann ist GEMA sinnvoll?&#8220; fragt ein Forum auf der (Pop Up aus dem Blickwinkel von Musikerinnen und Musikern. <!--more-->Einhelliges Fazit der Diskutantinnen und Diskutanten: Sinnvoll ist eine Mitgliedschaft nur dann, wenn man \u00fcber seinen Bekanntenkreis hinaus ver\u00f6ffentlichen und mittelfristig mit seiner Arbeit Geld verdienen will.<\/p>\n<p>Lediglich drei Besucher des gut besuchten Podiums sind Mitglieder der GEMA. Ein Indiz f\u00fcr die kritischen Vorbehalte gerade im Indie-Bereich, wie Moderator Andreas Gebhard, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom newthinking communication konstatiert. Peter James vom VUT verweist darauf, dass die GEMA eine Solidargemeinschaft ist, bei der man mitwirken k\u00f6nne. Er k\u00f6nne die Kritik derer nicht verstehen, die nicht bereit sind, aktiv f\u00fcr Verbesserungen einzutreten.<\/p>\n<p>Was genau die Aufgaben der GEMA sind, bringt Frank Dostal, deren stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, griffig auf den Punkt: &#8222;Kassieren, helfen, f\u00f6rdern.&#8220; Wer nichts zu kassieren habe, brauche auch kein GEMA-Mitglied werden.<\/p>\n<p>Der immense Verwaltungsaufwand schreckt viele vor allem junge K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler von einem Eintritt ab. Frank K\u00fchl, mit seinem Musikverlag Smarten-up! selbst GEMA-Mitglied fordert daher, den Aufwand deutlich zu reduzieren und mehr Transparenz zuzulassen. Der Verteilerschl\u00fcssel beispielsweise, mit dem die GEMA die Lizenzverg\u00fctungen an ihre Mitglieder aussch\u00fcttet, sei &#8222;ein Kunstwerk&#8220;.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches wei\u00df Andreas Knauf, Rechtsanwalt f\u00fcr Urheberrecht, zu berichten: &#8222;Die Kommunikation mit der GEMA und die Abl\u00e4ufe sind kompliziert. Da wissen die Sachbearbeiter manchmal selbst nicht weiter.&#8220; Seinen Mandanten, so Knauf, rate er deshalb von einem Eintritt ab, wenn sie keine kommerziellen Interessen mit ihrer kreativen Arbeit verfolgen.<\/p>\n<p>Ein Zuschauer, DJ und Veranstalter von D&#8217;n&#8217;B-Partys berichtet von seinen Problemen mit der GEMA. F\u00fcr eine kommerzielle Party habe er 100 Euro Geb\u00fchren zahlen sollen, obwohl er ausschlie\u00dflich GEMA-freie Musik gespielt habe. Die Beweislast lag bei ihm und er musste eine Liste aller K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler erstellen, deren St\u00fccke er gespielt hatte. GEMA-Vermutung hei\u00dft das im Juristen-Deutsch und besagt, dass die GEMA bei Musikst\u00fccken grunds\u00e4tzlich eine Registrierung annimmt, bis der Verbraucher die Nichtmitgliedschaft der Urheber nachweist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musik-Verg\u00fctung und Rechtesicherung Zeit und Ort: 16. 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