{"id":1499,"date":"2016-03-04T17:45:40","date_gmt":"2016-03-04T16:45:40","guid":{"rendered":"http:\/\/s521445719.online.de\/leipzig-popup\/?page_id=1499"},"modified":"2016-03-04T17:51:03","modified_gmt":"2016-03-04T16:51:03","slug":"girls-who-are-boys-who-like-boys-to-be-girls","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=1499","title":{"rendered":"Girls Who Are Boys, Who Like Boys To Be Girls &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sexismus, Political Correcness und Gender Mainstreaming im Pop<\/strong><br \/>\nZeit und Ort: 16. Mai 2009, 14.30 Uhr im Volkspalast, Westfl\u00fcgel<br \/>\nmit: Stefanie Lohaus (Missy Magazin), Zacker (Veranstalter), Sushila Mesquita (Musikerin), Katja R\u00f6ckel (Mrs. Pepsteins Welt), Thyra Veyder-Malberg ((Pop Up)<\/p>\n<p>Woran liegt es, dass Frauen &#8211; selbst im relativ aufgekl\u00e4rten Indie-Sektor &#8211; immer noch auf den B\u00fchnen derart unterrepr\u00e4sentiert sind? <!--more-->Welche Strukturen und Rollenverst\u00e4ndnisse liegen dem zu Grunde? Sind Gender-Schutzr\u00e4ume wirklich noch notwendig oder verst\u00e4rken sie mittlerweile das Problem? Um diese Fragestellungen kreiste die Debatte. Denn dass es hier nach wie vor ein Problem gibt, darin waren sich alle Diskutanten einig. <\/p>\n<p>Stefanie Lohaus zitierte aus einer Studie, der zufolge in der Hamburger Szene nicht mehr als zehn Prozent Frauen auf den B\u00fchnen der Hansestadt st\u00fcnden. Und davon seien der \u00fcberwiegende Teil S\u00e4ngerinnen. Trotz aller Defizite, so betonte Sushila Mesquita, habe sich viel getan. So gebe es deutlich mehr Frauenbands und ebenso viele starke Netzwerke, die beginnen, Fr\u00fcchte zu tragen. Dennoch befinde sich dieser Prozess noch immer am Anfang. Schutzr\u00e4ume f\u00fcr Frauen und Queers sind in vielen Bereichen durchaus sinnvoll, so Mesquita. Schutz im bildlichen Sinne: gewaltsame \u00dcbergriffe auf Queers oder Transgenders k\u00e4men leider immer noch vor. <\/p>\n<p>Das Publikum bemerkte an dieser Stelle eine zu starke Konzentration auf den Schutzbegriff. Wenn Frauen und Queers R\u00e4ume besetzten, gehe es l\u00e4ngst nicht immer um das Beh\u00fcten von Opfern. Vielmehr seien diese R\u00e4ume oft von Exklusivit\u00e4t gepr\u00e4gt, und w\u00fcrden sich aktiv angeeignet. Zacker hielt beide Aspekte f\u00fcr relevant. Die von ihm organisierten Partys seien Raum f\u00fcr Schutz und Exklusivit\u00e4t zugleich. Zudem sei er stets bem\u00fcht, f\u00fcr ein ausgeglichenes Geschlechterverh\u00e4ltnis auf der B\u00fchne zu sorgen.<\/p>\n<p>Alfred Hilsberg sieht ein strukturelles Problem durch das Rollenverhalten der M\u00e4nner. In ihren Bands wollten sie unter sich bleiben, das Selbstverst\u00e4ndnis ist sehr maskulin. Die Wahrnehmung der Frauen in der Musik h\u00e4nge einzig an den Frontfrauen, aber das \u00e4ndere wenig an den quantitativen Fakten. Den m\u00e4nnlich dominierten Mythos des Rocks stellte auch Jens Friebe fest. Friebe hat mit seinem ersten Albumcover, auf dem er sich feminin anmutend darstellte, f\u00fcr einige Diskussionen unter seinen Kollegen gesorgt. <\/p>\n<p>Als weitere Gr\u00fcnde f\u00fcr die Unterrepr\u00e4sentanz der Frauen in der Musikkultur wurden auch fehlende Zug\u00e4nge zu den Clubs und zu den Medien herausgestellt. Stefanie Lohaus will zumindest dem medialen Defizit mit ihrem Missy Magazin (zusammen mit Sonja Eismann und Chris K\u00f6ver) entgegen wirken. &#8222;Wenn man etwas f\u00fcr Frauen tut, hei\u00dft das ja nicht, dass man was gegen M\u00e4nner hat&#8220;, so Lohaus. Auch das im August erstmals in Deutschland stattfindende Girls-Rock-Camp f\u00fcr M\u00e4dchen zwischen acht und sechzehn Jahren, sei ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sexismus, Political Correcness und Gender Mainstreaming im Pop Zeit und Ort: 16. 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