{"id":1497,"date":"2016-03-04T17:43:48","date_gmt":"2016-03-04T16:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/s521445719.online.de\/leipzig-popup\/?page_id=1497"},"modified":"2016-03-04T17:51:13","modified_gmt":"2016-03-04T16:51:13","slug":"one-for-the-money-two-for-the-show","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=1497","title":{"rendered":"One for the money, two for the show &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Namebranding im Musikgesch\u00e4ft<\/strong><br \/>\nZeit und Ort: 16. Mai 2009, 16.30 Uhr im Volkspalast, Kuppelhalle<br \/>\nmit Ji-Hun Kim (De:Bug), Frank Spilker (Die Sterne), Thomas Mahmoud (Ex-Von Spar, Tannh\u00e4user Sterben &#038; das Tod), Robert Krause (This Gun Is For Hire), Marcel Engh (SonyBMG), Dr. Kai-Uwe Hellmann (TU Berlin), Uwe Oertel (MDR Sputnik)<\/p>\n<p><a href='stuff\/2009\/panelmitschnitte\/popup2009_panel_namebranding.mp3' Target='_blank'>Download Mitschnitt<\/a><\/p>\n<p>Der Tontr\u00e4germarkt existiert faktisch nicht mehr. Gleichzeitig sind die Nachfrage und das Interesse an Musik gro\u00df wie nie. Die Branche braucht neue Kooperations- und Erl\u00f6smodelle. <!--more-->Welche das sein k\u00f6nnen, diskutieren Vertreter der Branche auf dem (Pop Up Forum &#8222;Namebranding im Musikgesch\u00e4ft&#8220; unter der Moderation des De:Bug Redakteurs Ju-Hun Kim.<\/p>\n<p>F\u00fcr Marcel Engh, Vice President Sony Music ist klar: &#8222;Wir m\u00fcssen glaubhafte Partnerschaften zwischen Marken und Musik kreieren.&#8220; Unabdingbar sei dabei, in der fragmentierten Musikbranche Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln. Branding ist ein fester Bestandteil bei Musikveranstaltungen. Denn ohne Sponsoren, stellt der Radiomacher Uwe Oertel von MDR Sputnik fest, w\u00e4ren Konzerte f\u00fcr die Besucher kaum mehr zu bezahlen.<\/p>\n<p>&#8222;Marken instrumentalisieren Musik&#8220;, so n\u00fcchtern und klar kommentiert Robert Krause auch seine eigene Arbeit. Als Chef der Agentur This Gun Is For Hire veranstaltet er unter anderem die J\u00e4germeister Rockliga. Marken setzten auf Verj\u00fcngung, um immer neue Zielgruppen zu gewinnen. Aber, so Krause, auch die K\u00fcnstler haben etwas davon, sie verdienen Geld.<\/p>\n<p>Das hat sich wohl auch Frank Spilker gedacht, als mit seiner Band Die Sterne selbst bei der J\u00e4germeister Rockliga aufgetreten ist. Er nimmt es pragmatisch: &#8222;Das war eine wirtschaftliche \u00dcberlegung. Du musst nur aufpassen, dass du als Band deine Identit\u00e4t nicht verlierst.&#8220; Je mehr Rechte eine Band bei sich selbst halte, desto mehr Einfluss habe sie. Der Preis sei, dass Kunst so auch zum Gewerbe werde.<\/p>\n<p>Der Musiker Thomas Mahmoud von Tannh\u00e4user Sterben &#038; das Tod kann damit gar nichts anfangen. Er fordert eine R\u00fcckbesinnung auf das, worum es geht: die Musik. &#8222;Aufmerksamkeit bekommt nicht die spannende Band, sondern die mit dem gr\u00f6\u00dften Budget&#8220;, \u00e4rgert er sich. Musikjournalisten d\u00fcrften l\u00e4ngst nicht mehr schreiben, was sie wollten sondern bedienten die Interessen der gut zahlenden Anzeigenkunden.<\/p>\n<p>Auch Bands sind Marken, sagt der Dr. Kai-Uwe Hellmann von der TU Berlin. Die Kommerzialisierung ist f\u00fcr den Soziologen unab\u00e4nderlich. K\u00fcnstler sollten daher auch ein Interesse an Selbst-Vermarktung haben. Diese Entscheidung trage aber jeder selbst.<\/p>\n<p>Thomas Mahmoud trifft diese Entscheidung zum Abschluss des Panels dann auch. Er zieht einen Koffer hervor und baut seinen eigenen Merchandising-Stand auf der B\u00fchne auf. F\u00fcr 5 Euro geht jede CD \u00fcber den Ladentisch. Seinen ersten K\u00e4ufer findet er in Robert Krause. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Namebranding im Musikgesch\u00e4ft Zeit und Ort: 16. 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