{"id":1442,"date":"2016-03-04T15:00:31","date_gmt":"2016-03-04T14:00:31","guid":{"rendered":"http:\/\/s521445719.online.de\/leipzig-popup\/?page_id=1442"},"modified":"2016-03-04T18:21:33","modified_gmt":"2016-03-04T17:21:33","slug":"alle-artists","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leipzig-popup.de\/?page_id=1442","title":{"rendered":"Alle Artists"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arms And Sleepers<\/strong><br \/>\nDie Gr\u00fcndung von Arms And Sleepers geht auf eine Nacht in einem Krankenwagen in Cambridge zur\u00fcck. In einem Durchgang lag ein blutender Mann, in der Hand einen noch laufenden Kassettenrekorder. Der aus den Lautsprechern des Rekorders blechern ert\u00f6nende Gospelchor mischte sich mit den Kl\u00e4ngen einer Jazzband, die weiter die Stra\u00dfe runter spielte. Der Mann lies den Kassettenrecorder fallen und schloss die Augen. Der Mann starb, doch seine Kassette lebt weiter.<br \/>\nMit der Absicht die Atmosph\u00e4re und die Musik dieser Nacht am Leben zu erhalten taten sich Max Lewis (Programming, Keyboards) und Mirza Ramic (Bass, Keyboards) zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Songs stehen elektronische Komponenten. Verschiedenste Variationen eines Teppichs aus Stop\u2019n\u2019Go Drumbeats, Trompeten und H\u00f6rnern, sowie entr\u00fccktem, scheinbar schwebendem Gesang werden zu einem mysteri\u00f6sen, basslastigen Sound zusammengef\u00fcgt, der den H\u00f6rer in seinen Bann zieht. Beim H\u00f6ren von Arms And Sleepers kommt das Gef\u00fchl auf im Kino zu sitzen, Landschaften anzuschauen, Sch\u00f6nes und Tragisches direkt hintereinander und parallel zu erleben. Das durch die schlaftrunkenen Melodien vermittelte Gef\u00fchl von W\u00e4rme und Sicherheit ist gepaart mit einem Hauch einer unguten Vorahnung, die zu sagen scheint, dass da drau\u00dfen nicht alles in Ordnung ist.<br \/>\nwww.armsandsleepers.com; myspace.com\/armsandsleepers<\/p>\n<p><strong>Bachelorette<\/strong><br \/>\nDie Musik von Bachelorette verf\u00fchrt uns in ein Universum unbez\u00e4hmter Popmusik, in dem die Sonnenstrahlen ins Unendiche verweisen und blaue Monde wehm\u00fctig im Purpur aufsteigen. Sie hat ihre Wurzeln in der Wiege des modernen Songwritings, dem psychedelischen Pop. Das Gesp\u00fcr f\u00fcr die unendlichen M\u00f6glichkeiten dieser Songs, das kollektive Verlangen alles erreichen zu k\u00f6nnen, bestimmt den Kurs von Bachelorettes Reise. Die psychedelischen Vibes schimmern in einem akustisch-synthetischem Dunstkreis, nie bis ins Letzte offenbart und tief in ihrer musikalischen DNA eingebettet. Beats, Stimmen, Keyboard, eine Vielfalt an Gitarren und Percussion kreieren melodische Konstrukte, die wir nur allzugut zu kennen glauben. Die uns in Entz\u00fccken versetzen, die wir mitsingen wollen, mittr\u00e4umen.<br \/>\nmyspace.com\/bachelorettepop<\/p>\n<p><strong>Beat!Beat!Beat!<\/strong><br \/>\nBeat!Beat!Beat! sind vier Jungs, die nahe der holl\u00e4ndischen Grenze wohnen und eine Vorliebe f\u00fcr Super Smash Bros, Fast Food und v\u00f6llig ausschweifende Hausparties teilen. Als sie sich Anfang 2008 zusammenfanden, verband sie nur dies und der Wunsch, die Band zu sein, die sie mit 16 geliebt h\u00e4tten. Also wurden Songs geschrieben, die jede Schublade sprengten und das Vokabular eines jeden Musikjournalisten ausreizten. So verschieden wie die Geschm\u00e4cker der Bandmitglieder, war auch die Mischung die dabei heraus kam: Von Shoegaze \u00fcber Math Pop bis hin zu Minimal. Von der an Punk und Metal gewohnten Heimath\u00f6rerschaft irritiert zur\u00fcckgewiesen machten sich die Jungs auf, die Gro\u00dfst\u00e4dte Deutschlands zu erobern und kamen mit ger\u00e4nderten Augen, einem kaputten Auto und einer riesigen Fanschar wieder im Dorf an. Auf dem Weg teilten sie die B\u00fchne mit musikalischen Helden, spielten ausverkaufte Headline Shows, schliefen gelegentlich in komfortableren Betten als zu Hause und genossen in zerrissenen Hosen und mit fettigen Haaren eine 5-Sterne Aroma Therapie.<br \/>\nmyspace.com\/beatbeatbeatband<\/p>\n<p><strong>Denis Jones<\/strong><br \/>\nDenis Jones ist ein autodidaktischer Gitarrist und Songwriter aus Lancashire, England. Seine musikalische Karriere begann er ziemlich klassisch als Songwriter. Auf dieser Grundlage entwickelte Denis Jones \u00fcber die letzten drei Jahre eine atemberaubende Live-Performance, die einem nun den Atem raubt! Um sein experimentales und individuelles Gitarrenspiel, sowie seiner gef\u00fchlvollen Stimme als Herzst\u00fcck, bastelt Denis Jones \u00fcberw\u00e4ltigende, verflochtene Instrumentierungen aus Beatbox Rhythmen, mehrschichtigen Vocals und weltfremden Kl\u00e4ngen. Das ist alles sehr subtil, herzzerrei\u00dfend, springt zwischen Folk, Blues und geheimnisvoller Electronica.<br \/>\nmyspace.com\/denisjones<\/p>\n<p><strong>Dungen<\/strong><br \/>\nDie Schweden konnten schon mit ihrem 2005 ver\u00f6ffentlichten Album &#8222;Ta Det Lugnt&#8220; weltweit f\u00fcr Aufsehen sorgen, absolvierten gleich mal zwei Headliner-Touren in den USA und gingen in Australien mit Wolfmother und den Tucker B\u2019s auf Tournee. Die Band um S\u00e4nger und Multiinstrumentalist Gustav Ejstes pflegt einen kunstvoll und stilsicher arrangierten und instrumentierten Mix aus (Non-Retro) Psychedelic, Progressive-, Folk- und Alternative-Rock, der gelegentlich auch mit jazzentlehnten, cineastisch anmutenden Pianokl\u00e4ngen angereichert wird.<br \/>\nwww.dungen-music.com; myspace.com\/dungen<\/p>\n<p><strong>Elisabeth Rank<\/strong><br \/>\nAls Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in St\u00fccke. Berlin, Pr\u00fcfungen, Partys &#8211; nichts in ihrem Leben ist bislang besonders schwerwiegend gewesen. &#8222;Nutze den Tag&#8220; war nur ein h\u00fcbscher Spruch in Sch\u00f6nschrift.<br \/>\nElisabeth Rank wurde 1984 in Berlin geboren. Sie hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Europ\u00e4ische Ethnologie studiert und arbeitet als freie Autorin. Ihr literarisches Deb\u00fct &#8222;Und im Zweifel f\u00fcr dich selbst&#8220;  ist ein Generationenportr\u00e4t und der Roman eines Lebensgef\u00fchls.<br \/>\nwww.mevme.com\/lizblog<\/p>\n<p><strong>For A Minor Reflection<\/strong><br \/>\nIn einer kleinen Reykjaviker Garage als Hardrock-Duo gestartet, verwandelte sich For A Minor Reflection schnell (und f\u00fcr eine ungef\u00e4hr eine Woche) in ein Indierock-Trio, danach (f\u00fcr etwas l\u00e4nger) in ein Blues-Quartett, bevor es schlie\u00dflich zur derzeitigen Inkarnation kam: instrumentale Postrocker des Tages. For A Minor Reflection besteht aus vier 20-j\u00e4hrigen Isl\u00e4ndern. Ihre Musik l\u00e4sst sich am Besten als energiegeladenen, melodischen Postrock beschreiben, auch wenn die Protagonisten ihre Band st\u00e4ndig in neue kreative Gefilde f\u00fchren und ihren Stil mit praktisch jedem Song erweitern.<br \/>\nEine Tour mit Sigur R\u00f3s \u2013 man sollte vielleicht erw\u00e4hnen, dass Gitarrist Kjartan Holm der kleine Bruder des Sigur-R\u00f3s-Bassisten Georg Holm ist \u2013 lenkte die Aufmerksamkeit auf For A Minor Reflection, bescherte einen Auftritt beim Eurosonic Festival und eine Headliner-Tour durch Europa im Sommer letzten Jahres. Danach nahm die Band im \u2013 sic! \u2013 Studio von Sigur R\u00f3s zehn neue Songs mit dem LA-Produzenten Scott Hackwith auf.<br \/>\nwww.foraminorreflection.com; myspace.com\/foraminorreflection<\/p>\n<p><strong>Hildur Gudnad\u00f3ttir<\/strong><br \/>\nHildur Ingveldard\u00f3ttir Gu\u00f0nad\u00f3ttir wurde 1982 geboren, ist Cellistin und Komponistin.<br \/>\nBekannt geworden allem durch ihre Zusammenarbeit mit M\u00fam oder Gastauftritte bei Pan Sonic, verf\u00fcgt sie \u00fcber einen reichhaltigen Hintergrund an Kooperationen und verschiedenen Projekten. Sie begann schon als Kind mit dem Cello-Spiel, lernte an der Reykjav\u00edk Music Academy und studierte Musik und Komposition sowie New Media an der Isl\u00e4nder Kunstakademie und der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin. Zur\u00fcck in Island war sie sehr aktiv in der Neu-Island-Szene, zum Beispiel als Mitglied von Kitchen Motors, einem Reykjaviker Thinktank, Plattenlabel und Kunstkollektiv um den renommierten Komponisten J\u00f3hann J\u00f3hannsson.<br \/>\nAls Komponistin schrieb sie Musik f\u00fcr B\u00fchnenst\u00fccke, Tanz-Performances und Filme, St\u00fccke f\u00fcr Kammerorchester, verschiedene Instrumente, Stimmen und Electronica. Gu\u00f0nad\u00f3ttir erkundet dabei gern die Natur und Bewegung von Sound, entwickelt aus ihren Experimenten Sound- und Visual-Installationen.<br \/>\nwww.hildurness.com; myspace.com\/hildurness<\/p>\n<p><strong>Jeans Team<\/strong><br \/>\nDie Jeans-Team-Leuchtreklame prangt jetzt an einem blau gestrichenen Scheunentor. Sieht nach Landpartie aus. Ist es auch. Das bisschen Equipment holpert auf einem Handwagen \u00fcbern Feldweg. Leichtsinn gegen Schwermut. Blaumann statt Pailletten. Da stellen sich ganz andere Fragen. Wohin treibt es mich heute? (An die frische Luft) Wann findet mich das Gl\u00fcck? (Sofort) \u00dcberholen uns die Insekten? (Vielleicht) Jeans Team haben Antworten gefunden. Disco hei\u00dft jetzt Naturalismus und die Beats gl\u00e4nzen staubig in der Sonne. Machen boing, bumm, tschak. Die Gitarre schiebt an, der Bass schiebt an, die Stimmen schieben an. &#8222;Das Himmelszelt\/ist Dein Dach&#8220;. The sky&#8217;s the limit, auch wenn die Reserven schwinden: &#8222;Kein Gott\/Kein Staat\/Keine Arbeit\/Kein Geld&#8220; (aus &#8222;Das Zelt&#8220;). Die Drei vom Jeans Team l\u00fcften die Birne durch. Haben wieder genau zugeh\u00f6rt, sachlich geschichtet, euphorisch gewichtet. Hits, Hits, Hits, unglaublich eing\u00e4ngig und unglaublich seltsam zugleich. Die Festplatte wurde aufger\u00e4umt, nu ist wieder Platz.<br \/>\nwww.jeansteam.de; myspace.com\/jeansteam<\/p>\n<p><strong>John Roberts<\/strong><br \/>\nJohn Roberts kreiert House Musik, die zwischen pr\u00e4zise arrangierten Elementen und klapperigen Einbr\u00fcchen hin und herchangiert. Die liebevoll zusammencollagierten Tracks bestehen zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Samples von alten Disco und Jazz Platten. Aufgewachsen im sogenannten Herzen Amerikas, wurde John von seinen Eltern zeitig an klassische Musik und Jazz herangef\u00fchrt. W\u00e4hrend seiner Teenagerjahre in Cleveland, Ohio, begann John sich f\u00fcr Ghetto House aus Chicago zu interessieren. Er fing an, Platten zu kaufen und zu sammeln und beschloss schlie\u00dflich in das Mekka dieser Musik zu ziehen. Inspiriert durch sein neues Umfeld, experimentierte John das erste Mal selber mit analogen Synthesizern, alter Software und Bandaufnahmemaschinen und schrieb sich schlie\u00dflich an der School of The Art Institute of Chicago ein, um in den dortigen Studios zu arbeiten. W\u00e4hrend dieser ganzen Zeit wuchs sein Interesse an europ\u00e4ischer House und Techno Musik, was ihn dazu bewog, f\u00fcr mehrw\u00f6chige Aufenthalte nach Berlin zu kommen. Zur\u00fcck in Amerika lebte er ein Jahr in Brooklyn, NYC, wo er sich auf die Fertigstellung seiner eigenen Produktionen konzentrierte. Im Fr\u00fchjahr 2008 entschied er sich wieder nach Berlin zu kommen, und ver\u00f6ffentlicht heute seine Musik unter anderem beim angesagten Label Dial Records aus Hamburg.<br \/>\nmyspace.com\/jrplaysthehits<\/p>\n<p><strong>Kleerup<\/strong><br \/>\n\u201eWith Every Heartbeat\u201c war die Initialz\u00fcndung. Komplettiert durch Text und Gesang des schwedischen Shootingstars Robyn fand das zauberhaft wehm\u00fctige St\u00fcck weltweiten Anklang. Ein Musterbeispiel f\u00fcr die Faustregel, dass gute Popmusik sich an alle Regeln h\u00e4lt, aber gro\u00dfartige Popmusik die Regeln bricht und Popmusik nach vorne bringt.<br \/>\nZu einer Zeit, in der der gr\u00f6\u00dfte Teil elektronischer Musik, die aus den Blogs und von den Webseiten dringt, verzerrt bis zur Unkenntlichkeit, v\u00f6llig aus den Fugen geraten und nurmehr eine Finger\u00fcbung f\u00fcr Extremes ist, wirkt die Raffinesse des typischen, hoch emotionalen Kleerup-Sounds wie eine willkommene Oase in der das Trommelfell penetrierenden Blogwelt. Zweifelsohne ist das einfach menschlicher. \u201eBei meiner Musik geht es auch nicht darum, die richtigen Tasten zu dr\u00fccken\u201c, erkl\u00e4rt Kleerup. \u201eEs geht um einen Twentysomething, der jahrelang am Boden zerst\u00f6rt und einsam war.\u201c Sogar die Instrumentalst\u00fccke sind wehm\u00fctig, ergreifend und elegant.<br \/>\nmyspace.com\/kleerup<\/p>\n<p><strong>Krahnst\u00f8ver<\/strong><br \/>\nWir schreiben das Jahr 2009 als sich zwei Freunde das Ziel setzen, mit ihrer Musik die Menschen zum Tanzen und zum Lachen zu bringen. Was dabei entsteht nennt sich Krahnst\u00f8ver, ein Elektroprojekt aus Leipzig.<br \/>\nDie Musik Krahnst\u00f8vers \u2013 die mittlerweile zu dritt sind \u2013 bedient sich vieler Elemente aus verschiedenen Genres. Am ehesten w\u00fcrde sie jedoch in die Kategorie Elektro-Pop passen. Dabei wollen Krahnst\u00f8ver die Leute zum Spa\u00dfhaben und Tanzen animieren und ihnen live eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Show bieten.<br \/>\nmyspace.com\/krahnstoever<\/p>\n<p><strong>La Stampa<\/strong><br \/>\nBitte quer nach vorne raus, Dunkeltanzen war gestern! Kunstschw\u00e4rmer stellen sich der Popkritik im Postpopwunderland!<br \/>\nDie Deb\u00fctplatte von La Stampa erscheint im Glanz einer neuen Unverfrorenheit des Umgangs mit Sprachen, Barrieren, atomisierten Stilpartikeln, melodietrunkenem Gl\u00fcck und rhythmischem Kick, Songs, die leuchten. Tunes, Rhythmen, Reime \u00fcber Stimmungen und Tatsachen. Elf Songs \u00fcber Illusionen\/Anti- Illusionen, Verzauberungen\/Entzauberungen \u2013 Pictures Never Stop eben. Nennen wir es Popkubismus? Man wei\u00df es nicht. Hoffnungslos wohlgemut, schamlos betr\u00fcbt und in jedem Fall vorlaut. Der englische Kritiker Dan Fox sagt sie klingen \u2013 Achtung Referenzk\u00fcrzel \u2013 wie eine Mischung aus Devo und Belle &#038; Sebastian (w\u00e4hrend Labelchef Maurice Summen von hinten \u201cF.S.K.\u201d ruft).<br \/>\nmyspace.com\/lastampaberlin<\/p>\n<p><strong>Lo Fat Orchestra<\/strong><br \/>\nKeine Band versteht so gekonnt Disco und Sixtiespunk zu verheiraten, wie dieses Trio aus der Schweiz. Definitiv Garage, nur wurden dankenswerterweise die Gitarren gleich in Detroit stehen gelassen, um so der Orgel, der stets schon vorantreibenden Bass-Schlagzeug-Fraktion und einem latent zwischen Hysterie und Laszivit\u00e4t schwankenden Gesang mehr Platz zur Entfaltung zu bieten. Und so klingt das Ganze eben nicht simple nach Garage, vielmehr geht es hier in der Hauptsache um Groove, im Detail um einen sch\u00f6nen kleinen musikgeschichtlichen Ritt von 60tes Beat zum Soul \u00fcber Trash, Pop und Noise, gepaart mit unterk\u00fchlten New Wave-Beats.<br \/>\nDas ist Musik, die man am besten in schmutziger Gesellschaft h\u00f6rt, da wird dein Zimmerchen zur verqualmten Rotlicht-Kellerbar, an deren Theke Bier nur zum nachsp\u00fclen hochprozentiger Kurzer genutzt wird. Minimalbeat von Existentialisten f\u00fcr Existentialisten. Und keine Angst, hier wird keine Augenwischerei durch recycelte Retrosounds geboten, vielmehr filtrieren Lo Fat Orchestra die Essenz aus den einzelnen Stilrichtungen und f\u00fchren diese zusammen.<br \/>\nmyspace.com\/lofatorchestra<\/p>\n<p><strong>Long Voyage<\/strong><br \/>\nLong Voyage wurde 2007 vom Singer\/Songwriter Nicolas Part aus Montreal, Kanada, in Sydney, Australien, ins Leben gerufen. Das Projekt reiste mit ihm nach Leipzig, Deutschland, ver\u00f6ffentlichte dort im Herbst 2009 seine erste F\u00fcnf-Track-EP und arbeitet derzeit am ersten Album, das m\u00f6glichst bald erscheinen soll. Inzwischen mit Multiinstrumentalistin und Percussionisten zum Trio verst\u00e4rkt, bietet es zart durchhauchte, akustische Songperlen mit fragilen Melodien und morgentaufrischen instrumentalen Tupfern.<br \/>\nmyspace.com\/longvoyageband<\/p>\n<p><strong>Mathias Schaffh\u00e4user<\/strong><br \/>\nWo werden einem schon Minimal, spontane Vocal-Performances, krude Coverversionen und Melodika-Soli w\u00e4hrend einer kompakten Stunde geboten? Und das alles ohne stures Bildschirm-Geglotze. Aber nix kommt von nix, Schaffh\u00e4user war vor 1993 (kann sich da noch jemand dran erinnern?) S\u00e4nger und Gitarrist in mehreren Bands und wei\u00df, wie die B\u00fchne funktioniert. Und wo selbige gro\u00df genug + das Mikrophon drahtlos sind wird auch ordentlich \u2018rumgemosht. Und dann der n\u00e4chste feine Housetrack gedropt, denn der Schaffh\u00e4user\u2019sche Ware-Stil ger\u00e4t bei allem Schwei\u00df nie aus dem Blickwinkel.<br \/>\nAn den Plattenspielern hei\u00dft es bei Schaffh\u00e4user: Purismus saugt, Schubladen geh\u00f6ren in Muttis Abstellkammer. Die Qualit\u00e4t der Musik steht im Vordergrund, nicht reine Funktionalit\u00e4t oder der m\u00f6glichst reibungslose Mix. Will sagen: Es kann viel Abwechslung in seinen Sets geben \u2013 von Ware-Style \u00fcber neue smoothe Housetracks und funky Minimal bis hin zu polternden Knarz-Knallern ist einiges und noch mehr drin. Und in letzter Zeit wird auch beim Auflegen gerne mal das Mikro ausgepackt und der eine oder andere Gassenhauer \u00fcber einen Minimaltrack geschmettert!<br \/>\nmyspace.com\/mathiasschaffhuser<\/p>\n<p><strong>Max Tundra<\/strong><br \/>\nBen Jacobs geh\u00f6rt zu den Gl\u00fccklichen, die in einem Haus mit Piano aufgewachsen sind. Irgendwann entdeckte er, dass diese Fl\u00e4che schwarzer und wei\u00dfer Tasten zum eigenen Vorteil genutzt werden k\u00f6nnte und er begann, seine eigenen musikalischen Intentionen zu entwickeln.<br \/>\nEines Tages, als Teenager, kaufte er sich einen Commodore Amiga 500 Heimcomputer. Mit diesem und einer Ein-\u00a3-Software begann er die Welt der elektronischen Musik zu erforschen. Erstaunlicherweise ver\u00f6ffentlichte ausgerechnet das Warp-Label seine erste Single, die 1998 mit diesem Setup eingespielt worden war. Ein Kritikerliebling war Max Tundra \u2013 wie er sich fortan nannte \u2013 Zeit seiner stilistisch vielf\u00e4ltigen, eklektizistisch verspielten, unkonventionellen musikalischen Entwicklung jedoch nie. Tundras warmherzige, emtionale, bewegende Songs fangen deinen Geist, gie\u00dfen ihn \u00fcber Eis und servieren ihn dir zur\u00fcck in der besten Disco der Stadt \u2013 wo du Destiny\u2019s Child und Frank Zappa gleicherma\u00dfen m\u00f6gen darfst. Einen Dresscode gibts zuf\u00e4lligerweise auch nicht.<br \/>\nwww.maxtundra.com; myspace.com\/maxtundra<\/p>\n<p><strong>Mikroboy<\/strong><br \/>\nMikroboy ist Idealismus, ist der Glaube an die Gute Sache. Alles was z\u00e4hlt sind Melodie und ein mal mehr, mal weniger ernst zu nehmender Sinn. Anfang Januar 2007 entscheidet sich der damals 25 j\u00e4hrige Michael Ludes sein Hobby zum Beruf oder vielmehr ein Projekt zur Band zu machen. Nach 8 Jahren Touren in diversen Bands und einem Studium der Musikwissenschaften ist er dem Pop ein St\u00fcck n\u00e4her gekommen und macht sich zusammen mit einer gro\u00dfen Portion musikalischem Background und einer Vorliebe f\u00fcr Bands von Depeche Mode \u00fcber The Notwist bis \u2026 But Alive auf die Suche nach dem perfekten Song.<br \/>\nDr\u00fcber reden hilft sagt man ja gemeinhin und weil Michi zwar gerne redet aber noch lieber singt und au\u00dferdem in das goldene Zeitalter der elektronischen Klangerzeugung hinein geboren wurde, kommt eins zum anderen: Indie trifft auf Lo-Fi trifft auf Gro\u00dfe Gef\u00fchle trifft auf Pop lautet die Devise.<br \/>\nmyspace.com\/mikroboy<\/p>\n<p><strong>Missent To Denmark<\/strong><br \/>\nGanz oberfl\u00e4chlich betrachtet Pop mit englischen Texten. Ohne sich vor sperrigen Ideen zu verschlie\u00dfen, verbinden Missent To Denmark den hausgemachten Spleen amerikanischer Indie-Pop-Gr\u00f6\u00dfen mit der Dynamik der englischen Radiohead, der dezidierten Weilheimer Elektronik und dem Understatement eines Songwriters, der sich auf die Qualit\u00e4t seiner Lieder verlassen kann, ohne \u00fcberfl\u00fcssige Gesten und kaschierendes Konfetti. Sie bestechen mit ausgefeilten Arrangements, gro\u00dfen Melodien, fantastischen Texten und einer Liebe zum Detail. Nicht die Show ist das Ziel der Band, sondern ihre fabelhaften St\u00fccke mit dem Zuh\u00f6rer zu teilen und gemeinsam zu lauschen.<br \/>\nmyspace.com\/missenttodenmark<\/p>\n<p><strong>Mohna<\/strong><br \/>\nIm Zentrum von Mohnas Musik stehen ihre m\u00e4dchenhaft-br\u00fcchige Stimme und ein Klavier, das die Hamburgerin mit unverstellter Einfachheit bedient. Dabei entlockt sie dem Instrument eine bezaubernde Melancholie, wie sie sich keinem Virtuosen erschlie\u00dft. Es sind sanft gehauchte Momentaufnahmen, die durch kammermusikalische \u00d6ffnungen an Weite gewinnen. Klarinette, Kontrabass, Geige und Percussion geh\u00f6ren ebenso zum Klangbild wie das mechanische Klacken der Tasten, das Klirren der Saiten und das Knarzen des Partkettbodens.<br \/>\nEs mag Mohnas eigene Arbeit als bildende K\u00fcnstlerin sein, die ihr die F\u00e4higkeit zum wachen Blick erhalten hat. Die Musik entfaltet sich so klar und verletzlich wie ein eben entz\u00fcndetes Kerzenlicht, das nichts besitzt au\u00dfer das Feuer selbst. Fast m\u00f6chte man den stillen Schein, das Halbdunkel, als passendes Ambiente zum H\u00f6ren von Mohnas Musik empfehlen.<br \/>\nwww.mohna.net; myspace.com\/mohna<\/p>\n<p><strong>Nils Frahm<\/strong><br \/>\nNils Frahm ist Jahrgang 1982 und absolvierte seine musikalische Ausbildung unter anderem bei Nahum Brodski, einem der gro\u00dfen Meister russischer Klavierkunst, selber geschult in der Tradition Tschaikowskys. Ein Grund, sich mit den Werken klassischer Pianisten zu besch\u00e4ftigen, aber auch Antrieb, zeitgen\u00f6ssische Einfl\u00fcsse zuzulassen. Sein Solo-Piano Deb\u00fct &#8222;Wintermusik&#8220; wird zum gro\u00dfen Teil von Klaviermelodien getragen. Nur manchmal schimmern in den drei Instrumentalst\u00fccken, die urspr\u00fcnglich als Weihnachtsgeschenk f\u00fcr Freunde und Familie gedacht waren, Celesta und Harmonium durch. Peter Broderick, der Kurator der &#8222;Piano Series&#8220;, des schwedischen Labels Kning Disk, lud Nils 2008 ein, ein Album mit improvisierter Klaviermusik zu ver\u00f6ffentlichen. Das Ergebnis ist &#8222;The Bells&#8220;, dessen Aufnahme-Session in der wundervollen Berliner Grunewaldkirche stattfand.<br \/>\nwww.nilsfrahm.de; myspace.com\/nilsfrahm<\/p>\n<p><strong>\u00d3lafur Arnalds<\/strong><br \/>\nInnerhalb von anderthalb Jahren ist \u00d3lafur Arnalds aus dem Vorprogramm seiner Landsm\u00e4nner Sigur R\u00f3s zu einem international renommierten Solo-K\u00fcnstler aufgestiegen. Auf &#8222;\u2026 and they have escaped the weight of darkness&#8220; setzt \u00d3lafur Arnalds seine Mission fort, eine Indie-Generation aus Pop- und Rock-Fans in eine Welt aus bet\u00f6render elektronischer Kammermusik und klassischen Arrangements zu locken. F\u00fcr sein zweites Album lud Arnalds den Kopf der exzentrischen Pop\/Rock\/Elektronik-Formation Bang Gang, Bar\u00f0i J\u00f3hannsson, als Co-Produzenten in sein Studio ein und folgerichtig klingt das Werk mehr denn je nach einem organischen Crossover. J\u00f3hannsson war vor allem daf\u00fcr zust\u00e4ndig, die minimalen Arrangements mit einer Vielzahl an Instrumenten einzuf\u00e4rben: \u201eDas Album hat ein ganz klares Thema\u201c, so Arnalds, \u201en\u00e4mlich dass es immer Licht nach der Dunkelheit gibt. F\u00fcr mich hat es eine viel positivere Stimmung als die Vorg\u00e4nger.\u201c Als Arnalds die Er\u00f6ffnungsszene eines ungarischen Indie-Films sah, entdeckte er darin eine unmittelbare Verbindung mit seinem eigenen Konzept \u2013 und benannte das Album nach einer Schl\u00fcsselzeile aus dem einleitenden Monolog, in dem poetisch- metaphorisch eine Sonnenfinsternis beschrieben wird.<br \/>\nwww.olafurarnalds.com; myspace.com\/olafurarnalds<\/p>\n<p><strong>Pinch\u2019n&#8217;Peedge<\/strong><br \/>\nPinch\u2019N\u2019Peedge haben noch nie einen Modebrater gebraucht, Stilsicherheit z\u00e4hlt zu ihren pr\u00e4gnantesten Eigenschaften. Und dies gilt im besonderen bei einer Gemeinschafts-Ideologie namens Techno. Einmal zueinander gefunden, beschlossen die beiden Th\u00fcringer, nach einzelner Jam-Sessions, im Jahre 2006 ernst zu machen mit der musikalischen Zusammenarbeit. Pinch\u2019n\u2019Peedge waren geboren \u2013 ein Projekt, dass sich den verschiedenen Spielarten des House verschrieben hat und bei dem eine gewisse Grundw\u00e4rme ebenso wichtig ist wie der menschliche Aspekt. Aufnahmefehler, kleine Quantisierungen oder frequenzieller Schmutz werden nicht getilgt und auf Hochglanz gepackt, sondern werden zum substantiell-qualitativen Element in ihrer Musik.<br \/>\nTreibend, Tanzbar, Oldschool, Deep, die Nutzung klassischer Elemente wie Piano, Gitarre, Trompete, Horn, Kontrabass \u2013 wie auch immer man es nennt, Pinch\u2019n\u2019Peedge haben sich zu einem Live-Act der Extraklasse gemausert<br \/>\nmyspace.com\/pinchnpeedge<\/p>\n<p><strong>Sax Royal<\/strong><br \/>\nfeat. Stefan Seyfarth, Julius Fischer, Roman Israel, Michael Bittner und Max Rademann<br \/>\nDie Dresdner Leseb\u00fchne sax royal z\u00e4hlt zu den erfolgreichsten Leseb\u00fchnen au\u00dferhalb Berlins. Die Autoren sind in diversen Anthologien unter anderem bei Voland &#038; Quist ver\u00f6ffentlicht worden. Die Besonderheit von Sax Royal ist ihre Vielf\u00e4ltigkeit: Prosa und Lyrik, Tiefsinn und Hochkomik, politischer Anspruch und humoristischer Ausbruch schlie\u00dfen sich hier nicht aus, sondern finden zueinander wie die Faust und das Auge.<br \/>\nwww.saxroyal.de<\/p>\n<p><strong>Selah Sue<\/strong><br \/>\nSelah Sue, geboren 1989 im belgischen Leuwen, beginnt bereits mit f\u00fcnfzehn, erste eigene Songs zu verfassen. Nur zwei Jahre darauf wagt sie sich als einzige Frau und j\u00fcngste Teilnehmerin bei einem renommierten Open-Mic-Song-Contest auf die B\u00fchne und wird vom Fleck weg von Milow als Support engagiert. Hinter der gro\u00dfen Westerngitarre wirkt die kleine blonde Selah Sue auf Anhieb eher wie eine dieser zerbrechlichen Singer\/Songwriterinnen. Umso mehr verbl\u00fcfft sie das Publikum mit ihrer warmen und vollen Soul-Reggae-R\u00f6hre und einer B\u00fchnenpr\u00e4senz, mit der sie selbst erfahrenen Entertainern die Show stiehlt. Mit ihren Auftritten im Vorprogramm von Milow und im Radiosender Studio Brussels erspielt sie sich einen rasch wachsenden Fankreis, und kurz darauf reist sie als Opener f\u00fcr Jamie Lidell nach Paris und London. Kurze Zeit sp\u00e4ter steht sie schon mit Sergent Garcia, James Morrison &#038; Ray LaMontagne auf der B\u00fchne. Sie begeistert das Publikum beim Dour Festival (B), Lowlands Festival (NL), Nancy Jazz Pulsation und North Sea Jazz Festival (NL), bei denen sie nicht nur mit Interpretationen von Erykah Badu oder Amy Winehouse sondern auch mit ihren ureigenen, markanten Songs auff\u00e4llt.<br \/>\nwww.selahsue.nl; myspace.com\/selahsuemusic<\/p>\n<p><strong>Sizarr<\/strong><br \/>\nSizarr kommen aus dem urpf\u00e4lzischen Landau, sind trotzdem schweinecool, geschmackvoll, stylish und vor allem jung. Au\u00dferdem haben sie eine Vorliebe f\u00fcr Neon, sch\u00f6n verpluckerte Indietronica, \u00fcberdurchschnittlich poppige Melodien, zackige Gitarrenakkorde, leidenschaftlichen Gesang, melancholische Molls und Basecaps. Kopfnicken, Mitwippen, Tanzen inklusive!<br \/>\nmyspace.com\/sizarr<\/p>\n<p><strong>Talking To Turtles<\/strong><br \/>\nDie ersten Minuten nach den Konzerten bergen in sich eine gewisse Paradoxie. Egal ob an guten, von Komplimenten ganz vernebelten oder an schlechten, von Kritik bis Ignoranz beherrschten Abenden, es sind die besten Minuten. Sie gew\u00e4hren einen scheuen Blick von au\u00dfen auf Talking To Turtles. Spitzenm\u00e4\u00dfig eigentlich! Das wischt regelm\u00e4\u00dfig den Schleier von der Brille f\u00fcr die Innenansicht &#8211; zwei Jahre nach dem ersten Konzert ist die irgendwie beschmiert.<br \/>\nHomerecording von \u201eMonologue\u201c. Freiwillige Isolation in einem WG-Zimmer in Berlin Prenzlauer Berg. Ein 20qm Mikrokosmos zwischen Nikotin und Nudeln, Begeisterung und Niederlagen, zwischen \u201eperfekt\u201c und \u201eschei\u00dfe\u201c. Musik und Meinung verwischten zu einem Brei namens \u201eich wei\u00df gar nichts mehr\u201c. So muss es sein. Wer nach Mekka fliegt, ist nur halb gepilgert. Und wo wir schon mal pathetisch sind: \u201eMonologue\u201c l\u00e4sst Freundeskreise wachsen! Vom Foto bis zum Cover, vom Recording bis zur Livebesetzung, die zwischen zwei und f\u00fcnf Personen schwankt, und nicht zuletzt auch die Ver\u00f6ffentlichung selbst passen unter die \u00dcberschrift A.Y.F (Ask Your Friends) statt D.I.Y.<br \/>\nmyspace.com\/talkingtoturtles<\/p>\n<p><strong>The Divine Comedy<\/strong><br \/>\nEine Band im klassischen Sinn war The Divine Comedy nie. Nicht einmal am Anfang, als drei Schulfreunde aus Nordirland nach London zogen, um Popstars zu werden. Schon beim Minialbum &#8222;Fanfare For The Comic Muse&#8220; (1990) und der EP &#8222;Europop&#8220; (1991) hielt S\u00e4nger und Songschreiber Neil Hannon die Z\u00fcgel fest in der Hand. Nach der Aufl\u00f6sung des Trios bastelte er im Dachgeschoss seines Elternhauses an neuen Songs, die dann 1993 auf &#8222;Liberation&#8220; das Licht der \u00d6ffentlichkeit erblickten. Den Bandnamen, benannt nach Dantes Beitrag zur Weltliteratur, hatte er beibehalten. Seit diesem Album und noch mehr nach &#8222;Promenade&#8220; (1994) stieg der Stern von The Divine Comedy in Gro\u00dfbritanniens Popszene. Kritiker schw\u00e4rmten von Hannons ungemein feinsinnigen Popsongs. Und das Publikum fand ebenfalls Gefallen an Alben wie &#8222;Casanova&#8220; (1996), &#8222;Fin de Siecle&#8220; (1998) und der Best-Of-Collection &#8222;A Secret History&#8220; (1999), die es bis auf Platz drei der britischen Albumcharts brachte. Auch als Live-Act machten sich The Divine Comedy einen Namen, nachdem Hannon f\u00fcnf exzellente Musiker engagiert hatte, darunter den Pianisten und preisgekr\u00f6nten &#8222;Young Composer Of The Year&#8220; Joby Talbot, der auch f\u00fcr &#8222;Absent Friends&#8220; die Orchesterarrangements \u00fcbernahm. Ende Mai 2010 erscheint das zehnte Studioalbum &#8222;Bang Goes The Knighthood&#8220;.<br \/>\nwww.thedivinecomedy.com; myspace.com\/thedivinecomedy<\/p>\n<p><strong>The Roovers<\/strong><br \/>\nHigh-Energy Indie-Rock garniert mit besten Retrosounds. Treibende Melodien treffen vorbei an bekannten Konventionen auf kantige Riffs. Mit einem unaufhaltsamen Durst nach hei\u00dfen Shows packen The Roovers seit 2005 gandenlos durch und rei\u00dfen durch die Kombination von rasanten Riffs und raffinierter Melodieverliebtheit in den Bann.<br \/>\nwww.the-roovers.com; myspace.com\/roovers<\/p>\n<p><strong>The Sea<\/strong><br \/>\nHochgelobt von Medien wie The Fly, Music Week, The Guardian, Radio One oder Kerrang!, mit der Erfahrung von Konzerten mit The Zutons, Gossip, Santogold, Lightspeed Champion, The Enemy, New Young Pony Club oder The Rumble Strips, geh\u00f6ren The Sea zu den aufregendsten neuen Bands sowohl auf der B\u00fchne als auch im Plattenregal. Sie touren unentwegt quer durch UK, geben Unmengen Radiosessions und Interviews, spielen unerm\u00fcdlich Konzerte und genie\u00dfen jede Minute davon. Nicht umsonst wurde sie also letztes Jahr vom New Yorker CMJ New Music Magazine in die Top Ten der \u201eup and coming bands\u201c und aufs Cover gebracht. \u00dcberdies hat die Modedesignerin Zandra Rhodes nach ihrem Faible f\u00fcr Stars wie Freddie Mercury, Marc Bolan und Debbie Harry The Sea ins Herz geschlossen und erstmals seit 25 Jahren wieder f\u00fcr eine Band designt, was wiederum perfekt zum Gestus der Psychedelic-Rocker passt.<br \/>\nwww.theseasounds.co.uk; myspace.com\/theseasounds<\/p>\n<p><strong>The Whale Watching Tour<\/strong><br \/>\nfeat. Ben Frost, Nico Muhly, Valgeir Sigur\u00f0sson &#038; strings<br \/>\nDie Geschichte dieser sanften Giganten aus Island beginnt mit Valgeir Sigurdsson. Der Produzent von u. a. Bj\u00f6rk, M\u00fam, CocoRosie und Bonnie Prince Billy gr\u00fcndete 2006 in Reykjavik zusammen Nico Muhly und Ben Frost die Bedroom Community als Heimat f\u00fcr sehr intensive und gef\u00fchlvolle Klangwelten, die keine Beschr\u00e4nkungen in der Form ihrer Entstehung haben m\u00f6gen. Im vergangenen Jahr kamen die Gleichgesinnten erstmals auf die Idee, die verschiedenen Welten auf einer gemeinsamen Tour zu verschmelzen, dabei auf der B\u00fchne den Songs der Einzelnen neue Blickrichtungen zu verleihen. Jetzt kehrt diese als \u201eWhale Watching Tour\u201c zu Ber\u00fchmtheit erlangte Zusammenkunft nun fulminant auf die B\u00fchnen zur\u00fcck. Unterst\u00fctzt von Helgi Jonsson (Gesang, Posaune), Borgar Magnason (Bass), Una Sveinbjarnardottir (Violine) und Nadia Sirota (Bratsche) wird Ben Frost Noise und Post-Punk zu dunklen und minimalen Abgr\u00fcnden verdichten, die gleichsam klar wie klaustrophobisch wirken. Nico Muhly wird mit Gedenken an seine zauberhaften Kl\u00e4ngen f\u00fcr Philip Glass, Grizzly Bear sowie Antony And The Johnsons im Finger dem Ganzen raumgreifende Sch\u00f6nheit, verspielte Unkonventionalit\u00e4t sowie leise Gr\u00f6\u00dfe verleihen. Und zusammen mit Frost und Muhly wird nicht zuletzt Valgeir Sigurdsson die elektronischen wie auch akustischen Kl\u00e4nge trotz ihres riesenhaften Wesens nahezu schwerelos durch das UT Connewitz schweben lassen.<br \/>\nmyspace.com\/bedroomcommunity<\/p>\n<p><strong>Ueki<\/strong><br \/>\nUeki entstand etwa 2008 in M\u00fcnchen. Bernd hatte zuvor solo als The Morning Collides Musik gemacht und sich in M\u00fcnchen auf Bandsuche begeben, wo er Nils von Ships Funken kennen lernte. Nachdem Bernd zun\u00e4chst die Visuals f\u00fcr Ships-Funken-Konzerte gestaltete, begannen Nils und Bernd gemeinsam Songideen auszuarbeiten, beziehungsweise &#8222;Ideen, Schnappsch\u00fcsse und Muster zu sammeln&#8220;. Die \u2013 sagen wir mal \u2013 Indietronic-Songs der Band tragen allesamt den Zusatz &#8222;1.0&#8220; und sind unter einer Creative-Commons-Lizenz zum Remix freigegeben.<br \/>\nwww.missueki.de; myspace.com\/missueki<\/p>\n<p><strong>We Vs. Death<\/strong><br \/>\nD\u00fcster und grimmig, und doch pr\u00e4zise und aufger\u00e4umt, We Vs. Death verschwenden keine Zeit an unn\u00f6tige Spielereien. Auf das absolut wesentliche konzentriert zeichnet die Band auf ihrem inzwischen zweiten Album ein dicht gewobenes, ein dunkles aber vielschichtiges Bild von zun\u00e4chst unscheinbarer, auf den zweiten Blick aber zwingender, schlichter und anmutiger Eleganz und haucht ganz nebenbei dem so genannten Postrock wichtige Impulse, nichts weniger als Leben und nicht zuletzt tats\u00e4chliche Relevanz ein. Ergreifende Miniaturen aus Gitarren und einem schweren Schlagzeug, dar\u00fcber erz\u00e4hlen abwechselnd die mit ruhigem Gestus gespielte Trompete und die auf diesem Album neu hinzugekommene Stimme von der Zuversicht im Verzagen, dem Licht in der Traurigkeit.<br \/>\nWe Vs. Death m\u00fcssen niemandem und am wenigsten sich selbst etwas beweisen. Hier spielt eine Band, die um die halbe Welt tourte, die um ihre eigene Qualit\u00e4t wei\u00df: Musik zu schreiben und zu spielen, Musik von ergreifender Offenheit, Substanz und unmissverst\u00e4ndlicher Sch\u00f6nheit. Musik wie ein Zuhause.<br \/>\nwww.wevsdeath.nl; myspace.com\/wevsdeath<\/p>\n<p><strong>Wolf Parade<\/strong><br \/>\nZugegeben, der Vergleich mit Arcade Fire hinkt ganz sch\u00f6n, irgendwie passend ist er nach wie vor. Auch Modest Mouse muss immer mal wieder mal als Referenz herhalten, nicht zuletzt weil Wolf Parade mit beiden Bands eng verbunden ist. Doch bei n\u00e4herem Hinh\u00f6ren stellen sich all diese Vergleiche als Nonsens heraus, die kanadischen W\u00f6lfe veranstalten ihre eigene Parade. Mitte des Jahrtausends wurden die Kanadier auch hierzulande ziemlich gehypt, danach wurde es wieder ein bisschen ruhiger um die Band. Dan Boeckner, einer der beiden Gr\u00fcnder von Wolf Parade, sagt dazu: \u201eWolf Parade ist wie ein zur\u00fcckgebliebener Hund mit vier K\u00f6pfen. Mindestens drei K\u00f6pfe schlafen zu jeder erdenklichen Zeit.\u201c Jetzt sind sie wieder wieder unterwegs mit ihrer Art beseeltem Indierock, manchmal schr\u00e4g, meistens d\u00fcster und eigentlich immer gro\u00dfartig.<br \/>\nmyspace.com\/wolfparade<\/p>\n<p><strong>Wolfgang Fr\u00f6mberg<\/strong><br \/>\nWolfgang Fr\u00f6mbergs Deb\u00fct-Roman m\u00fcsste Popliteratur genannt werden, wenn unter diesem Begriff nicht gemeinhin etwas anderes verstanden w\u00fcrde. Protagonist F\u00f6rster arbeitet in der Redaktion der K\u00f6lner Popzeitschrift \u201eSpucke\u201c und will wissen, was die Kunst mit seinem Alltag zu tun hat. Verfolgt von Gedanken und Romanfiguren verschiedener Schriftsteller, die er als Journalist interviewt, begibt er sich auf die Spur der eigenen Geschichte. Gemeinsam mit gut informierten Freunden plant er eine widerst\u00e4ndige Aktion in der &#8222;Spucke&#8220;-Redaktion, um angestautes Wissen in die Tat umzusetzen. Doch die Zombie Nation schl\u00e4ft nicht \u2026<br \/>\nWolfgang Fr\u00f6mberg wurde 1973 in K\u00f6ln geboren. Seit 2000 schreibt er in zunehmender Regelm\u00e4\u00dfigkeit \u00fcber Popkultur. Von 2002 bis Ende 2006 arbeitete er als Redakteur bei Spex, seit Anfang 2007 ist er Teil der Redaktion des Magazins Intro. \u201eSpucke\u201c ist sein Schl\u00fcsselroman in Sachen Spex.<br \/>\nwww.hablizel-verlag.de<\/p>\n<p><strong>Yucca<\/strong><br \/>\nSeit M\u00e4rz 2006 spielen sich die Wahl-N\u00fcrnberger in ihrer heutigen Besetzung die Finger blutig und touren was das Zeug h\u00e4lt, zuerst durch Bayern und bald durch ganz Deutschland. Dank ihrer unglaublich mitrei\u00dfenden und energiegeladenen Live-Show vergr\u00f6\u00dfert sich ihre Fanbase schnell. Nach drei Jahren erscheint &#8222;A Different Time In A Different Place&#8220;, aufgenommen und produziert im Weilheimer Proberaum von The Notwist, ein Album, das die besondere Energie des Quintetts einf\u00e4ngt. So vibriert es dank messerscharfer Gitarren, einem pr\u00e4zisen und homogenen Doppelpassspiel zwischen Bass und Schlagzeug , den Beats, Effekten und Synthie-Zauber sowie dem hymnischen Doppelgesang der beiden Gitarristen. Genauso druckvoll, energiegeladen und ansteckend wie ihre Live-Show.<br \/>\nmyspace.com\/yuccamusic<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arms And Sleepers Die Gr\u00fcndung von Arms And Sleepers geht auf eine Nacht in einem Krankenwagen in Cambridge zur\u00fcck. In einem Durchgang lag ein blutender Mann, in der Hand einen noch laufenden Kassettenrekorder. Der aus den Lautsprechern des Rekorders blechern ert\u00f6nende Gospelchor mischte sich mit den Kl\u00e4ngen einer Jazzband, die weiter die Stra\u00dfe runter spielte. 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