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Panels

Auslaufmodell Fanzine?
Zwischen Indie-Romantik und Kulturgüterindustrie, Idealismus und Kosten-Nutzen-Rechnung, Musikbegeisterung und Kulturpessimismus – das Panel möchte sehr konkret die derzeitige Situation im Genre zum Diskurs stellen und auch einen Blick in die Zukunft der Fanzines werfen. Mit Joachim Hiller (Ox), Martin Boehnert (*Lichter), Moses Arndt (Zap), Daniel Decker (Nillson), Sebastian Hinz (Goon Mag) sowie Christan Schmidt (Archiv der Jugendkulturen). Es moderiert Jensor (Persona Non Grata).

We can’t relax in Deutschland
Die Nation startet durch – aufgeschlossen, entkrampft, relaxt. Mit oder ohne Radioquote boomt deutsche Musik, der deutsche Film lässt Opfer und Täter jedweder Couleur leiden, Deutsch-sein punktet als hippster aller Lifestyles, Trendfarben rot-grün. Der Sampler „I can’t relax in Deutschland“ soll Kontrastimmen zur momentanen deutschnationalen Selbstfindung bündeln und sichtbar machen, dass sich tatsächlich sehr viele KünstlerInnen vor keinen deutschen Karren spannen lassen. Martin Büpsser (Testcard), Uli Rothfuss (I can’t relax in Deutschland) u.a. stellen den Sampler vor und diskutieren, warum die Beteiligten auch im coolsten Germany ever nicht relaxen wollen.

Fast Rewind –Videoclips vs. das Ende des Musik-TV
Wie konnte es passieren, dass eine popkulturelle Äußerungsform, die einen immensen ästhetischen Einfluss auf globale Kultur- und Medienzusammenhänge der vergangenen zwei Jahrzehnte hatte, sich innerhalb relaiv kurzer Zeit selbst vor die Wand gefahren hat bzw. gefahren wurde? Stimmt das überhaupt? Gibt es keine Videoclips mehr oder werden sie nur nicht mehr gezeigt? Was hat das alles mit Klingeltönen zu tun und warum heißt MTV immer noch Music Television? Geht Popmusik auch ohne ihre Visualisierung? Sind DVDs und das WorldWideWeb mittlerweile das bessere Musikfernsehen? Es diskutieren Andreas Dorau (Hamburg), Sebastian Kaltmeyer (Industriesauger-TV, Köln), Eric Pfeil (Viva, Köln), Sebastian Schultz (Drehort St. Georg, Hamburg), Klemens Wiese (Mute/Labels, Berlin). Moderation: Uwe Viehmann (Spex).

Digital ist besser – ich lad Musik!
Wer Musik online kaufen will, hat die Qual der Wahl: iTunes, Musicload, finetunes – Anbieter gibts inzwischen zur Genüge. Nur: Haben die eigentlich auch die Songs, die ich will? In dem Soundformat, das ich bevorzuge? Für das Betriebssystem, das ich benutze? Für den Player, mit dem ich höre? Dann gibts da ja noch „DRM“. Am Ende löscht sich die Datei sebst nach drei mal Hören. Oder so. Die Nerverei nimmt kein Ende. Und was bekommt eigentlich der Künstler am Ende wirklich ab, wenn ich ehrlich zahle? Was hat das Label davon? Wer verdient wirklich – wenn überhaupt? Was passiert hinter den Kulissen? Elektronische Lebensaspekte auf dem Podium: De:Bug diskutiert mit Labelmachern, Online-Vertreibern und Szenekennern die schöne neue Download-Welt.

Radiomat 2005 – quo vadis Popradio?
Schlimmer gehts immer. Und wenn die Quotendiskussion des Vorjahres etwas gutes hatte, dann das: Jetzt weiß wirklich jeder, dass Dudelfunk kein Privileg der Privatsender ist. Die Radio-Inseln für Qualitätsmusik und Newcomer verschwinden weiter aus den Programmen, sogar die sogenannten Kulturradios formatieren sich für Häppchen-Hörer. Die Schmerzgrenze ist lange überschritten. Aber 2005 könnte den Neuanfang bringen. Freie und College-Radios springen in die Lücke. Innovative Konzepte setzen auf Programm und ignorieren die Quote. Über die Zukunft der radiolandschaft diskutieren Ulrich Stock (Die Zeit), Tim Renner (Motor Music), Helmut Lehnert (Radio Eins) u.a. Moderation: Oliver Schwesig (DeutschlandRadio Kultur/MDR Figaro) und Michael Wallies (mephisto976/Radio Blau Leipzig).